Vortrag von Dr. Constantin Greiner beim VDMA

Case Study: Wie ein Tier-1-Zulieferer ein EBITDA-Potenzial von 150 Mio. Euro erschloss
2. Juli 2026
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2. Juli 2026

VORTRAG

Dr. Constantin Greiner beim VDMA: Baukonjunktur im Spannungsfeld von struktureller Nachfrage und geopolitischen Umbrüchen

Vortrag

Im Rahmen einer VDMA-Veranstaltung erläuterte Dr. Constantin Greiner die aktuellen Entwicklungen der europäischen Bauindustrie und ihre strategischen Auswirkungen für Hersteller von Bauprodukten und Gebäudetechnik.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, warum sich trotz weiterhin hoher struktureller Nachfrage viele Marktteilnehmer auf dauerhaft veränderte Wettbewerbsbedingungen einstellen müssen – und welche strategischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

„Wer heute auf eine Rückkehr des alten Marktvolumens setzt, plant zu optimistisch. Wachstum entsteht zunehmend im Wettbewerb, nicht mehr durch den Markt.”

Dr. Constantin Greiner, Principal bei Munich Strategy

Die Baukonjunktur bleibt hinter den Erwartungen zurück
Noch vor einem Jahr galt 2025 vielerorts als Wendepunkt für die Bauwirtschaft. Sinkende Zinsen, ein hoher Wohnraumbedarf und volle Auftragsbücher ließen auf eine Erholung hoffen. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch ein differenzierteres Bild.
Während der Renovierungsmarkt vergleichsweise stabil bleibt, belasten geopolitische Unsicherheiten, gestiegene Finanzierungskosten und rückläufige Baugenehmigungen insbesondere den Wohnungsneubau. Gleichzeitig bleiben wichtige europäische Exportmärkte ebenfalls schwach, sodass auch das Ausland die Nachfrage nur begrenzt stützen kann.
Wachstum entsteht durch Wettbewerbsstärke
Die Analyse zeigt, dass die eigentliche Herausforderung nicht mehr allein in der Konjunktur liegt. Überkapazitäten, steigende Rohstoffkosten und anhaltender Preisdruck verändern die Wettbewerbsdynamik nachhaltig.
Unternehmen wachsen künftig vor allem zulasten ihrer Wettbewerber. Entscheidend wird deshalb eine klare strategische Positionierung – nicht die Hoffnung auf eine allgemeine Markterholung.
Klare Positionierung wird zum Erfolgsfaktor
Besonders erfolgreich sind Unternehmen, die sich konsequent für ein Geschäftsmodell entscheiden.
Dr. Greiner unterscheidet dabei zwei erfolgreiche Archetypen: Spezialisten, die sich über nachweisbaren Mehrwert und Systemkompetenz differenzieren, sowie aktive Konsolidierer, die mit schlanken Strukturen und konsequenter Kostenführerschaft Wettbewerbsvorteile erzielen. Unternehmen ohne klare Positionierung geraten dagegen zunehmend unter Druck.
Fazit
Die Bauindustrie steht nicht vor einer kurzfristigen Konjunkturdelle, sondern vor einer strukturellen Neuordnung. Langfristiger Erfolg hängt deshalb weniger von der allgemeinen Marktentwicklung als von der Fähigkeit ab, das eigene Geschäftsmodell konsequent weiterzuentwickeln, Wettbewerbsvorteile auszubauen und eine klare Marktposition einzunehmen.

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Dr. Constantin
Greiner

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