Whitepaper: Aftermarket Europa 2030: Chancen der Automobilindustrie in Zeiten der Krise

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Eric Francucci
Anne Myon
WHITEPAPER
03 / 2026

Whitepaper: Aftermarket Europa 2030: Chancen der Automobilindustrie in Zeiten der Krise

Die europäische Fahrzeugindustrie steht unter erhelichem Druck. Steigende Kosten, regulatorische Anforderungen, verlangsamte Elektrifizierung, zunehmender Wettbewerb aus China sowie schwache Nachfrage nach Neufahrzeugen verändern die Wettbewerbsdynamik grundlegend. Gleichzeitig geraten traditionelle Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette zunehmend unter Druck.

Unser aktuelles Whitepaper analysiert die zentralen Herausforderungen der Branche und zeigt, warum der Aftermarket für viele Hersteller und Zulieferer zu einem strategischen Hebel für Profitabilität, Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit wird. Der Fokus liegt dabei auf den strukturellen Veränderungen im Markt sowie den strategischen und operativen Fähigkeiten, die Unternehmen künftig aufbauen müssen.
Die wesentliche Erkenntnis: Während OEM-Geschäfte zunehmend unter Margen- und Transformationsdruck geraten, entwickelt sich der Aftermarket zu einer der wichtigsten Finanzierungs- und Stabilitätsquellen der Branche. Unternehmen, die Pricing, Supply Chain, Service, Technologie und Partnerstrukturen gezielt weiterentwickeln, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und langfristige Kundenbindung.

Zentrale Erkenntnisse

Der Wettbewerbsdruck auf Europas Fahrzeugindustrie nimmt strukturell zu.
Mehrere Entwicklungen verändern die Marktbedingungen nachhaltig:
  • Steigender Wettbewerbsdruck durch chinesische OEMs und globale Kostenunterschiede
  • Verlangsamte Elektrifizierung bei gleichzeitig hohem Investitionsbedarf
  • Regulatorische Anforderungen durch Zölle, Kreislaufwirtschaft und den EU Data Act
  • Stagnierende Nachfrage nach Neufahrzeugen und zunehmender Margendruck
Der Aftermarket wird zum zentralen Profit- und Stabilitätshebel.
Aftermarket-Geschäfte gewinnen strategisch deutlich an Bedeutung:
  • Überproportional hoher Ergebnisbeitrag trotz vergleichsweise geringer Umsatzanteile
  • Stabile Cashflows und höhere Resilienz über Konjunkturzyklen hinweg
  • Stärkere Kundenbindung durch Servicequalität und Verfügbarkeit
  • Finanzierung zukünftiger Investitionen in Elektrifizierung, Technologie und Produktentwicklung
Operational Excellence und Technologie werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Der Aufbau leistungsfähiger Aftermarket-Organisationen erfordert neue Fähigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unternehmen müssen Pricing, Supply Chain, Service und Partnerstrukturen professionalisieren und gleichzeitig digitale Technologien und KI stärker integrieren. Datenbasierte Entscheidungen, höhere Servicequalität und intelligente Steuerung von Verfügbarkeit und Kundeninteraktion werden zunehmend zum Wettbewerbsvorteil.
Gleichzeitig steigt der Druck, bestehende Organisationen schneller, effizienter und resilienter aufzustellen. Führende Unternehmen entwickeln deshalb strukturierte Roadmaps, investieren in digitale Plattformen und etablieren Best-in-Class-Aftermarket-Modelle mit klarer Governance, leistungsfähigen Serviceprozessen und stärker integrierten Partnernetzwerken.

Inhalte

    • Zentrale Herausforderungen der europäischen Fahrzeugindustrie bis 2030
    • Auswirkungen von Elektrifizierung, Regulierung und globalem Wettbewerb
    • Rolle des Aftermarkets für Profitabilität und Resilienz
    • Strategische Bedeutung von Service, Kundenbindung und Datenzugang
    • Fünf zentrale Hebel für Best-in-Class-Aftermarket-Organisationen
    • Pricing-, Supply-Chain-, Service- und Technologie-Exzellenz
    • Einsatz von KI und datenbasierten Aftermarket-Modellen
    • strategische Implikationen für OEMs, Zulieferer und Aftermarket-Akteure
    • ca. 37 Seiten
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