Studie: SHK-Branche im BIM-Check.

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STUDIE
09 / 2018

SHK-Branche im BIM-Check. Chancen und Herausforderungen für Hersteller, Architekten und Handwerker.

Wo steht die deutsche SHK-Branche im Hinblick auf BIM? Die Studie, die Munich Strategy und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) gemeinsam durchgeführt haben, betrachtet BIM in der SHK-Industrie aus einer 360°-Perspektive.

Für die Untersuchung wurden 1.400 Akteure der deutschen SHK-Branche befragt. Der Anspruch: Die Stimmen sämtlicher relevanter Marktteilnehmer sollten einbezogen werden – Hersteller, Architekten und Planer sowie Handwerker. Nur so können die aktuellen Versäumnisse und die zukünftigen Herausforderungen für BIM erkannt werden. Denn sicher ist: BIM erfordert einen kollaborativen Arbeitsprozess, der sämtliche Akteure entlang der Wertschöpfungskette einschließt.

Deutschland ist „BIM-Schwellenland“.

Die gemeinsame Untersuchung zeigt: BIM wird sich auch in der SHK-Branche langfristig durchsetzen. Während die Planungsmethode in westeuropäischen Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden schon weit verbreitet ist, gehört Deutschland bei der Nutzung bisher nur zu den Schwellenländern. Auch der Vergleich zwischen ‚BIM-Gebäuden‘ und Gebäuden, die auf traditionelle Weise gebaut werden, macht deutlich: Das Bauen nach BIM reduziert die Gesamtkosten im Lebenszyklus um bis zu 30 Prozent. Auch aus diesem Grund wird sich BIM als Standard in der gesamten Baubranche durchsetzen und vermehrt von den Endkunden eingefordert werden.

BIM ist noch nicht in allen drei SHK-Gruppen gleichermaßen angekommen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie offenbart, dass BIM in den einzelnen Gruppen der SHK-Branche sehr unterschiedlich behandelt wird. Die Akzeptanz sinkt entlang der Wertschöpfungskette. Während 46 Prozent der Hersteller und 37 Prozent der Architekten/Planer nach eigener Einschätzung aktuell dazu in der Lage sind, nach BIM zu arbeiten, gaben dies bei den Handwerkern nur 5 Prozent an. Nur ein Viertel der Handwerksbetriebe wurde überhaupt bereits mit BIM konfrontiert – obwohl sich die Hälfte aller Betriebe an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt, die ab 2020 das Arbeiten nach BIM voraussetzen. Der erhöhte Mehraufwand sowie technische Herausforderungen werden in allen drei Gruppen als wichtigste Gründe genannt, BIM nicht zu nutzen. Gleichzeitig erkennen BIM-Nutzer eine Steigerung der Effizienz im Vertriebs-, Planungs-, Kommunikations- und Verarbeitungsprozess.
BIM-Durchdringung der einzelnen SHK-Gruppen:
180924_Grafik_BIM-Durchdringung SHK-Branche

Damit die BIM-Transformation gelingt, müssen alle Akteure ihre neue Rolle einnehmen.

SHK-Unternehmen, die nach BIM arbeiten, wahren ihre Chance, an der zukünftigen Entwicklung zu partizipieren. Für die restlichen Akteure wird sich das Wettbewerbsumfeld laut der Studie mittelfristig stark verändern. Sie werden sich zwangsläufig auf Teilsegmente des Marktes wie den privaten Wohnbau sowie Renovierungs- und Reparaturarbeiten konzentrieren müssen, in denen BIM mittelfristig keine Rolle spielen wird. Die Studie entwirft das Szenario, dass bis zum Jahr 2030 75 Prozent aller Bauvorhaben nach BIM umgesetzt werden, da neben dem öffentlichen Bereich auch große gewerbliche Investoren BIM einfordern werden. Damit sich im Bau auf allen Ebenen Effizienzsteigerungen einstellen, müssen sich alle Akteure entlang des Wertschöpfungsprozesses vernetzen und die Arbeitsabläufe integrieren. In der Studie wurden sowohl für Hersteller, Architekten und Handwerker zukünftige Rollen im BIM-Prozess ausgearbeitet.

Hersteller werden vom Produktlieferanten zum Lieferanten von Produkten und Daten.

Die Ausarbeitung zeigt: Durch BIM werden sich neue Entscheidungsprozesse etablieren, die für Hersteller neue Möglichkeiten eröffnen. Der traditionelle Weg, bei dem Architekten und Verarbeiter bei der Auswahl der Hersteller auf ihre Erfahrung, Empfehlungen oder Kataloge zurückgreifen, wird abgelöst durch ein Datenpool-Modell, bei dem auf Basis der spezifischen Planungsdaten die am besten passenden Produkte identifiziert werden – ungeachtet des Kenntnisstandes der Kunden. Für SHK-Hersteller heißt das: Daten stehen in Zukunft im Mittelpunkt. Sie müssen sich vom Produktlieferanten zum Lieferanten von Produkten und Daten weiterentwickeln und diese neue Rolle auch in Marketing und Vertrieb verankern. Wie das gelingt, haben die Autoren in den Handlungsempfehlungen der Studie zusammengefasst.

Inhalte der Studie

  • Vergleich: Entwicklung von BIM in Deutschland und in anderen europäischen Ländern
  • Kostenersparnis durch BIM
  • Auswertung: Einstellungen von Herstellern, Handwerkern und Architekten gegenüber BIM
  • Auswertung: Herausforderungen von Herstellern, Handwerkern und Architekten bei der Nutzung von BIM
  • Analyse: Der BIM-Markt heute und im Jahr 2030
  • Zukünftiges Rollenverständnis für SHK-Akteure inkl. Handlungsempfehlungen
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