
Goldgrube Aftermarket: Perspektive von Melissa Motyka
15. Juli 2026
Report: Europa reicht nicht mehr aus
3. September 2026Autor
Marisa Elsäßer
INTERVIEW ZUR STUDIE
Studie Zurück zur Ertragsstärke: „Wer glaubt, dass bald Wachstum für alle da sein wird, der irrt.“ Interview mit Dr. Constantin Greiner


Interview
Die Studie von Munich Strategy macht deutlich: Die Fensterindustrie steht weiterhin unter erheblichem Druck. Umsätze und Erträge sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, während steigende Kosten und ein herausforderndes Marktumfeld die Unternehmen zusätzlich belasten. Eine schnelle Rückkehr zu früheren Marktvolumina ist nicht zu erwarten.
Im Gespräch mit GLASWELT-Chefredakteur Daniel Mund ordnet Dr. Constantin Greiner, Experte für den Bausektor, die aktuelle Situation ein. Drei Fragen aus dem Interview vorab.
„Das ist kein Zyklus, das ist Substanzverlust.”
Dr. Constantin Greiner, Co-Head Building, Construction & Infrastructure Europe bei Munich Strategy
Herr Greiner, warum ist die Situation so dramatisch?
„Bei den von uns analysierten Unternehmen aus der Fensterindustrie ist das durchschnittliche EBITDA in den letzten drei Jahren um rund 5 Prozentpunkte zurückgegangen – und gleichzeitig ist der Umsatz um rund 10 % gesunken. Absolut betrachtet bleibt damit nur noch die Hälfte des Gewinns übrig“, erklärt Dr. Greiner. Für viele Unternehmen ist die Lage noch dramatischer, da sie bereits vor der Krise mit niedrigen Margen operierten.
Warum greifen klassische Innovationsstrategien aktuell nicht?
„Darf ich diese Frage umdrehen und Sie fragen: Welche Unternehmen in der Fensterindustrie sind denn wirklich innovativ?“, fragt Greiner kritisch. „Die Vitalitätsrate – der Umsatzanteil mit neuen Endprodukten – liegt in der Branche deutlich niedriger als in anderen Bauzulieferindustrien. Es braucht dringend mutige Frontrunner, die echte Innovationen vorantreiben, statt auf alte Muster zu setzen.“
Was sind die größten Kostentreiber?
„In vielen Unternehmen sind die Umsätze eingebrochen, doch die Personalkosten liegen noch immer auf dem Niveau vor dem Marktrückgang“, so Greiner. „Zusätzlich wird das Projektgeschäft anspruchsvoller: Margen sinken, während der Kapitalbedarf steigt. Unternehmen müssen jetzt entscheiden, ob sie ihre Wettbewerbsfähigkeit durch höhere Produktivität und strategische Kostensenkungen stärken – oder ob sie den Markt entscheiden lassen.“
Umsatz- und Ertragsentwicklung von 2022 bis 2024

KONTAKT
Wissen zusammenbringen.

Zurück zur Ertragsstärke: Handeln statt auf den Markt warten
Unsere Studie „Zurück zur Ertragsstärke“ zeigt, warum eine reine Hoffnung auf Markterholung für Unternehmen der Fensterindustrie zu kurz greift. Nach unserer Einschätzung wird sich der Wohnungsbau zwar erholen, das Marktvolumen jedoch strukturell unter dem Niveau vor 2022 bleiben.
Anhand von Praxisbeispielen aus verwandten Branchen zeigt die Studie, welche Hebel Unternehmen nutzen können, um ihre Ertragskraft unabhängig vom Marktwachstum zu verbessern – von der Anpassung der Overheadstrukturen über eine konsequentere Margensteuerung bis hin zur Prozess- und Produktivitätsoptimierung. In den dargestellten Praxisbeispielen wurden Ergebnisverbesserungen von bis zu sechs Millionen Euro erzielt.
Sie möchten erfahren, welche konkreten Ansätze Unternehmen der Fensterindustrie nutzen können, um Kosten- und Ertragsstrukturen zu optimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken?
Die Studie „Zurück zur Ertragsstärke. Wie Unternehmen der Fensterindustrie trotz anhaltender Marktturbulenzen überdurchschnittliche Margen erzielen können“ können Sie per E-Mail bei uns anfordern. Kontaktieren Sie uns gerne, wir senden Ihnen die Studie zu oder diskutieren die Ergebnisse persönlich mit Ihnen.
Das vollständige Interview von GLASWELT-Chefredakteur Daniel Mund mit Dr. Constantin Greiner erscheint in der September-Ausgabe der GLASWELT: www.glaswelt.de
Ihr Ansprechpartner
t +49 – 89 – 1250 1590
presse@munich-strategy.com
Dr. Constantin
Greiner
Lesen Sie dazu
Dr. Constantin Greiner beim VDMA: Baukonjunktur im Spannungsfeld von struktureller Nachfrage und geopolitischen Umbrüchen
Vortrag
Lesen Sie dazu

