Studie: Private Equity im Mittelstand – Performancevergleich zwischen PE-Portfoliounternehmen und inhabergeführtem Mittelstand

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STUDIE
02 / 2024

Studie: Private Equity im Mittelstand – Performancevergleich zwischen PE-Portfoliounternehmen und inhabergeführtem Mittelstand

Geopolitische Verwerfungen, explodierende Rohstoff- und Energiepreise, Lieferengpässe, eine sich verschärfende Klimakrise und Entwicklungssprünge im Bereich KI – selten gab es gleichzeitig so viele und so bedeutende Herausforderungen im Mittelstand.

Wer performt in diesen turbulenten Zeiten besser: Unternehmen im Privatbesitz oder Unternehmen im Besitz von Private-Equity-Investoren? Das hat Munich Strategy in einer Studie untersucht. Für die Auswertung wurden branchenübergreifend über 800 Mittelständler in ganz Deutschland analysiert.

Performancevergleich und qualitative Analyse

Die Studie besteht aus zwei Teilen: Eine quantitative Analyse der betriebswirtschaftlichen Performance im Zeitraum von 2018 bis 2021 anhand veröffentlichter Daten misst die Wachstumskraft und Widerstandskraft der Unternehmen. Eine Auswertung anhand fragebogengestützter Interviews mit Führungskräften und Inhabern von mittelständischen Unternehmen zu den Themen Krisenresilienz, Digitaler Reifegrad und Entwicklungsstand im Bereich ESG misst die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen.

Private Equity beflügelt Wachstum

Die Analyse zeigt, dass Unternehmen in Private-Equity-Besitz ihre Umsätze zwischen 2018 und 2021 jährlich um durchschnittlich 7,5% steigern konnten, während inhabergeführte Betriebe lediglich einen Zuwachs von 2,3% pro Jahr erzielten. Besonders nach dem Einbruch durch die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 zeigten PE-Portfoliounternehmen eine bemerkenswerte Erholung mit einem Umsatzwachstum von über 15,6% im Folgejahr – im Vergleich zu 7,7% bei inhabergeführten Unternehmen.

Private Equity als Jobmotor

Weiter zeigt die Studie, dass PE-geführte Unternehmen nicht nur beim Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) mit einem Anstieg von 11,8% pro Jahr punkten (Vergleichswert: 6,4%), sondern auch in der Schaffung neuer Arbeitsplätze überlegen sind. Während die Beschäftigtenzahl in inhabergeführten Unternehmen lediglich um 1,3% pro Jahr wuchs, verzeichneten PE-Portfoliounternehmen einen Zuwachs von 8,0% jährlich, wobei auch Übernahmen eine Rolle spielen.

Digitalisierung: Leichte Vorteile bei inhabergeführten Unternehmen

Im Bereich der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz (KI) zeigen familiengeführte Unternehmen leichte Vorteile, wie die Ergebnisse zeigen. Ein Drittel der Unternehmen in beiden Vergleichsgruppen haben bereits große Teile ihrer vormals (teil-)manuellen Prozesse digitalisiert. Weitere 37% der PE-Portfolio-unternehmen und 48% der inhabergeführten Unternehmen haben diese Digitalisierungsmaßnahmen zumindest teilweise umgesetzt. Im Einsatz von (autonomer) KI und Machine Learning ergibt sich ein verhalteneres Bild: Zwei Drittel der PE-Portfoliounternehmen nutzen bisher keine KI oder Machine Learning, bei den inhabergeführten Unternehmen ist es nur ein Drittel. Die Studie widerlegt damit das Klischee des technologisch rückständigen Mittelstands und betont die zunehmende Bedeutung von Automatisierung in Zeiten des Fachkräftemangels.

Nachhaltigkeit: PE ist bei der Einführung von ESG-Strukturen weiter

Auch Nachhaltigkeitsstandards werden zunehmend in beiden Unternehmensgruppen verankert: Bei inhabergeführten Unternehmen sind ESG-Themen häufiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Unternehmen in PE-Hand sind dagegen weiter beim Aufbau von ESG-Strukturen. Dies können einzelne Personen im Unternehmen sein, die sich neben ihrer eigentlichen Tätigkeit auch um ESG-Themen kümmern, oder eigens dafür eingestellte ESG-Manager.

Inhalte der Studie (Auszug)

    • Vergleich der Wachstumskraft zwischen beiden Vergleichsgruppen, 2018 bis 2021 (Umsatzwachstum, EBITDA-Steigerung, Mitarbeiterwachstum)
    • Vergleich der Widerstandskraft zwischen beiden Vergleichsgruppen, 2018 bis 2021 (EBITDA-Marge, Eigenkapitalquote, Personalproduktivität)
    • Auswertung der Befragung zu Krisenresilienz
    • Auswertung der Befragung zum Digitalen Reifegrad
    • Auswertung der Befragung zum Entwicklungsstand ESG
    • Umfang der Studie: ca. 30 Seiten
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