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EVENT
09 / 2024

CEO Roundtable Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbau: „Neu gedacht statt neu gemacht“.

Beim CEO Roundtable im Hotel Andaz brachten Munich Strategy und der VDMA einen exklusiven Kreis aus CEOs und Unternehmenslenkern aus dem Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbau zusammen, um mit ihnen über ein zentrales strategisches Thema des NuV-Maschinenbaus zu diskutieren: Wodurch differenziert sich der deutsche Nahrungsmittel- & Verpackungsmaschinenbau in Zukunft?

„Ob wir das gesellschaftspolitisch wollen oder nicht: wir werden einen erheblichen Beitrag zur Dark Factory leisten müssen!“​

Das Thema: Differenzierungsmerkmale des deutschen NuV-Maschinenbaus in 2030 und notwendige Innovationen

Über Jahrzehnte differenzierte sich der deutsche NuV-Maschinenbau über das Angebot der innovativsten und leistungsfähigsten Lösungen, stets auf das physische Produkt – Maschinen und Anlagen – fokussiert. Hieraus entstandene Premiumposition gilt es unbedingt zu verteidigen, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings nimmt der Druck ausländischer Anbieter, insbesondere aus Asien, dramatisch zu, sodass Differenzierung und Marktposition deutscher Unternehmen schwinden. Hinzukommt, dass Anwender – getrieben durch wandelnde Anforderungen, zunehmende Komplexität und abnehmende Fachkräfte-Verfügbarkeit – Lösungen über das physische Produkt hinaus fordern. Das Resultat: Differenzierung rein über den „Edelstahl“ ist nicht mehr ausreichend. Auch wenn diese weiterhin notwendig bleibt, um evolutionär bestehende Technologieführerschaft zu erhalten, sind zusätzliche Innovationen notwendig, um sich auch zukünftig zu differenzieren.
Welche Innovationen verfolgen deutsche NuV-Maschinenbauer heute? Welche Themen und Innovationen verhelfen dem deutschen NuV-Maschinenbau zukünftig zu langfristiger Differenzierung? Welche Voraussetzungen gilt es zu schaffen, um entsprechende Bestrebungen zu realisieren?
Diese Fragen diskutierten wir mit unseren Gästen beim Working Dialogue und einem anschließenden Abendessen.

#1 Bestandsaufnahme

Die Differenzierung im deutschen Maschinenbau beruht bislang vor allem auf dem physischen Produkt sowie auf aufbauenden Bundle-Lösungen und zugrundeliegendem Verfahrenswissen. Da reine Produktvorteile an Wirkung verlieren, gewinnen integrierte Servicepakete und tiefes Prozess-Know-how als zentrale Differenzierungsfaktoren zunehmend an Bedeutung. Hinzukommt ein Ausbau initialer Bestrebungen im Bereich „Smart Services“ durch künstliche Intelligenz.

#2 Zukünftige Themen der Differenzierung

Zukünftige Differenzierung im deutschen Maschinenbau entsteht durch Endkonsumentenorientierung, ESG-Konformität und den Ausbau von Automatisierung sowie digitalen Services. Physische Innovationen treten dabei in den Hintergrund, wenn auch weiterhin relevant zum Erhalt der Premiumposition. Entscheidend werden integrierte Wertschöpfungsketten, datenbasierte Lösungen und neue Service- und Geschäftsmodelle, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Kundennutzen verbinden.

#3 Organisatorische Voraussetzungen

Die Umsetzung zukünftiger Differenzierungsstrategien erfordert organisatorische Anpassungen: Unternehmen müssen digitale Kernkompetenzen, insbesondere in Datenmanagement, KI und Software, aufbauen und interne Prozesse professionalisieren. Zudem sind lokale Wertschöpfung, strategische Partnerschaften und organisatorische Effizienz entscheidend, um auf internationale Märkte, Fachkräftemangel und regulatorische Anforderungen flexibel reagieren zu können.

Fazit: Differenzierung durch Innovation

Munich Strategy ist überzeugt: Um im Maschinenbau erfolgreich zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Differenzierung neu denken. Reine Produktvorteile verlieren an Wirkung, Wert entsteht zunehmend durch Automatisierung, digitale Services und tiefes Prozess-Know-how. Künftige Wettbewerbsstärke basiert auf der Integration von ESG, datenbasierten Lösungen und neuen Geschäftsmodellen in ein überlegenes Wertangebot. Physische Innovationen bleiben relevant, sind aber nicht mehr allein ausschlaggebend. Dafür brauchen Unternehmen organisatorische Voraussetzungen: digitale Kompetenzen, effiziente Strukturen und starke Partnerschaften.

Ihr Ansprechpartner

Judith Woehl
t +49 89 1250 15925
presse@munich-strategy.com