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Autor
Marisa Elsäßer

MEINUNG

Kurz gefragt: Ist Schokolade in Papier die Zukunft, Dr. Werner Motyka?

„Papier statt Plastik ist eine Option, aber keineswegs die ökologische Zauberformel.”

Dr. Werner Motyka, Partner und Geschäftsbereichsleiter Nahrung bei Munich Strategy

Ritter Sport hat einen Prototyp für Papierverpackungen entwickelt und seine Konsumenten via Social Media dazu aufgerufen, sich als Tester zu bewerben. Das Unternehmen Alfred Ritter positioniert sich so aufmerksamkeitsstark in der aktuellen Debatte um Einwegverpackungen und Plastikmüll.
Wir haben den Munich Strategy Partner und Food-Experten Dr. Werner Motyka gefragt:
Ist das ganze nur eine PR-Aktion, oder werden wir in Zukunft wirklich (wieder) Schokolade aus Papierverpackungen essen?
Dr. Werner Motyka: Ritter befindet sich mit seinem „Test“ in guter Gesellschaft. Die Konzerne Nestlé und Mondelez haben in den letzten Monaten jeweils mit großem Aufwand Snack-Riegel vorgestellt, die von Plastik auf Papierverpackung umgestellt wurden. Nestlé ist sogar dabei, ein eigenes Verpackungs-Entwicklungszentrum aufzubauen. Die Umstellung ist keineswegs trivial, z.B. wenn es um die Laufgeschwindigkeit der Maschinen oder den Schutz und die Haltbarkeit der Produkte geht. Wir werden in den nächsten Jahren noch viele Verpackungsumstellungen bei Lebensmitteln sehen, „Papier statt Plastik“ ist dabei eine Option, aber keineswegs die ökologische Zauberformel.

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presse[a]munich-strategy.com
Dr. Werner
Motyka

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