Mit der richtigen Taktik in der Krise besser abschneiden als die Konkurrenz

Bei aller Aufgeregtheit in dieser Zeit sollte uns stets klar sein, dass Krisen zum unternehmerischen Alltag gehören. Gerade in solchen Situationen ist der Unternehmer als Führungspersönlichkeit gefragt. Er muss die Probleme erkennen, richtig einstufen und geeignete Maßnahmen einleiten, damit er den Betrieb erfolgreich durch die Krise manövriert. Viele mittelständische Unternehmer nutzen die Krise, um gestärkt daraus hervorzugehen. Speziell Traditionsunternehmen haben bewiesen, dass man in der Krise eine eigene Firmenkonjunktur schreiben kann und sich damit deutlich von der allgemeinen Branchenkonjunktur absetzt. Voraussetzung dafür ist ein klares Verständnis über die eigene Verfassung und die der Wettbewerber. Nur wer sich über die eigenen Schwachstellen im Klaren ist und die Schwächen der Konkurrenz kennt, ist in der Lage aktiv zu handeln.

Das von der Munich Strategy Group (MSG) für den Mittelstand entwickelte Konzept der Taktik Map liefert auf unkomplizierte Weise eine zuverlässige Grundlage für unternehmerische Entscheidungen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Das Modell erlaubt eine Bewertung der direkten und indirekten Wettbewerber auf Basis der Eigenkapitalstärke (EK-Quote) und der Ertragskraft (EBIT). Speziell in Zeiten da Fremdkapital Mangelware ist und landesweit von einer Kreditklemme gesprochen wird, werden die oben genannten Faktoren zu den entscheidenden Bestimmungspunkten für unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg. 

  • Lemming:  Vorteil ist die Eigenkapitalstärke und die sich daraus ergebende wirtschaftliche Unabhängigkeit. Dieser Unternehmenstyp ist nicht akut gefährdet, aber dennoch besonders anfällig für gezielte Preisangriffe und den Verlust von Schlüsselkunden.
  • Wackelkandidat: Wackelkandidaten befinden sich in einer wirtschaftlich sehr gefährlichen Lage. Angreifbar ist dieser Unternehmenstyp vor allem durch Preisaktionen auf dem Hauptmarkt, das Drehen von Stammkunden und den kapitalintensiven Innovationswettbewerb.
  • Weißer Riese: Die Angriffsfläche für diese Unternehmen ist verhältnismäßig klein, dennoch laufen sie Gefahr durch ihre Dominanz zum beliebten Angriffsziel zu werden, was dazu führen kann jede Menge Ressourcen zu binden.
  • Boomerang: Gute Erträge und eine starke Marktdurchdringung machen diese Unternehmen scheinbar unverletzlich. Allerdings können bereits empfindliche Störfeuer und konjunkturbedingte Planverfehlungen die Situation gegenwärtig rasch ins Gegenteil drehen, speziell dann, wenn die Fremdkapitalseite keine Mittel mehr bereitstellt.